EnEV 2014

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Die Bundesregierung hat zur Erreichung ihrer klimaschutzpolitischen Ziele und zur Umsetzung der europäischen Gebäudericht­linie von 2010 eine weitere Verschärfung der energetischen Anforderungen an Gebäude beschlossen. Mit Verkündigung der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 21. November 2013 im Bundesgesetzblatt wird diese am 1. Mai 2014 in Kraft treten. Im Folgenden sind die wichtigsten Änderungen der EnEV 2014 aufgeführt:

1. Verschärfungen der energetischen Anforderungen für den Neubau

Die energetischen Anforderungen an den Neubau werden ab dem 1. Januar 2016 angehoben. Der bis dato zulässige Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung reduziert sich für ab dann neu zu errichtende Ge­bäude um durchschnittlich 25 Prozent. Ebenso verschärfen sich die zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten bei der Dämmung der Gebäudehülle im Mittel um 20 Prozent. Bei der Modernisierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen.

2. Verschärfungen der Nachrüstpflichten für den Bestand

Pflicht zur Außerbetriebnahme alter Öl- oder Gasheizkessel

Zukünftig müssen Standard-Öl- und Gasheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, sukzessive außer Betrieb genommen werden. Zunächst betrifft dies Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden. Diese müssen ab 1. Januar 2015 erneuert werden. Ausgenommen sind Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sowie heizungstechnische Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als vier oder mehr als 400 Kilowatt.

Dämmung oberste Geschossdecke

Eine Verschärfung stellt auch die Nachrüstpflicht unzureichend gedämmter oberster Geschossdecken dar. Bisher mussten le­diglich ungedämmte zugängliche oberste Geschossdecken von beheizten Räumen gegen den unbeheizten Dachraum bzw. das Dach gedämmt werden. Zudem galten nach der Auslegung der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz 2011 noch Decken mit einem Mindestwärmeschutz nach ursprünglicher Norm als gedämmt. Dazu gehörten massive Deckenkonstruktionen seit 1969 und Holzbalkendecken. Nunmehr ist die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes nach neuer Norm entscheidend. Wird dieser nicht erreicht, muss die oberste Geschossdecke oder das Dach gedämmt werden. Dabei darf ein Wärmedurchgangsko-effizient von 0,24 Watt/(m2·K) nach dem 31. Dezember 2015 nicht überschritten werden. Die Nachrüstpflicht entfällt, wenn nachgewiesen werden kann, dass die erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb einer angemessenen Frist erwirtschaftet werden können.

Von den vorgenannten Nachrüstpflichten sind am 1. Februar 2002 selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser ausgenommen. Im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 muss vom neuen Eigentümer die Nachrüstung innerhalb von zwei Jahren erbracht werden.

3. Keine Pflicht zur Außerbetriebnahme von Nachtspeicherheizungen

Eine Erleichterung gibt es für Eigentümer von Nachtspeicherheizungen. Nach der EnEV 2009 mussten elektrische Speicherheiz-systeme in Mehrfamilienhäusern mit mehr als fünf Wohneinheiten, in denen ausschließlich mit diesen Geräten geheizt wurde, nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden. Diese Regelung ist bereits seit Mitte Juli 2013 ersatzlos gestrichen worden, sodass vorhandene Nachtspeicherheizungen auch zukünftig weiter genutzt werden können.

4. Ferien- und Wochenendhäuser

Die Ausnahmeregelungen für Ferien- und Wochenendhäuser mit begrenzter jährlicher Nutzung ist zukünftig nicht mehr nur an eine vorgesehene Nutzungsdauer von weniger als vier Monaten gebunden. Sie ist auch dann anwendbar, wenn nur eine be­grenzte jährliche Nutzung vorgesehen ist und der zu erwartende Energieverbrauch weniger als 25 Prozent des Energieverbrauchs einer ganzjährigen Nutzung ausmacht.

5.  EnEV-easy

Mit Inkrafttreten der neuen EnEV wird auch ein vereinfachtes Nachweisverfahren für nicht gekühlte Wohngebäude eingeführt. Demnach können Wohngebäude nach bestimmten Ausstattungsvarianten errichtet werden. Bei deren Einhaltung gelten die Anforderungen der EnEV als erfüllt, ohne dass dies rechnerisch nachgewiesen werden muss. Die Ausstattungsvarianten müssen jedoch von der Bundesregierung zuvor im Bundesanzeiger bekannt gegeben worden sein.

6.  Registrierung und Stichprobenkontrollen von Energieausweisen

Energieausweise müssen zukünftig vom Aussteller mit einer Registriernummer versehen werden. Die Nummern werden zunächst zentral vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) und später von einer noch zu bestimmenden Landesbehörde vergeben. Anhand der Registriernummern sollen stichprobenartige Kontrollen der Energieausweise ermöglicht werden.

7.  Verwendung des Energieausweises

Bei der Besichtigung der Immobilie muss zukünftig der Energieausweis oder eine Kopie desselbigen vorgelegt werden. Ausrei­chend ist auch ein deutlich sichtbarer Aushang. Sollte keine Besichtigung stattfinden, ist der Energieausweis unverzüglich vor­zulegen. Bei Vermietung oder Verkauf muss unmittelbar nach Vertragsschluss der Energieausweis oder eine Kopie übergeben werden.

8.  Aussehen des Energieausweises

Der Bandtacho im Energieausweis wurde neu skaliert. Die Energiekennwerte werden nun nicht mehr von 0 bis 400, sondern nur noch von 0 bis 250 angegeben. Zusätzlich wird eine Energieeffizienzklasse (Buchstabenlabel) eingeführt. Detaillierte Informati­onen hierzu enthält das INFO-Blatt 25.

9.  Pflichtangaben in kommerziellen Immobilienanzeigen

Bei Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien müssen zukünftig der Energiekennwert, die Art des Energieausweises und der Heizung, das Baujahr und der Energieeffizienzbuchstabe bei Wohngebäuden angegeben werden. Ausgenommen hiervon sind nicht kommerzielle Anzeigen oder Aushänge an „Schwarzen Brettern“ – hierzu mehr im INFO-Blatt 37.

10.  Vollzug

Alle genannten Pflichten sind mit Ordnungswidrigkeiten bewehrt. Wer sie nicht erfüllt, dem droht ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro. Die Nachrüstpflichten für Bestandsgebäude (Außerbetriebnahme alter Öl- und Gasheizkessel, Dämmung von Armaturen, Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie der obersten Geschossdecke) waren bisher nicht bußgeldbewehrt. Mit Inkrafttreten der neuen EnEV werden jedoch auch Verstöße gegen diese Pflichten geahndet. Die Einhaltung der Nachrüstpflichten können von den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern im Rahmen der Feuerstättenschau überprüft werden

1. Mindestangaben in Immobilienanzeigen

In Immobilienanzeigen für den Verkauf, die Vermietung, die Verpachtung oder das Verleasen von Wohngebäuden in kommerzi­ellen Medien müssen zukünftig folgende Angaben enthalten sein, falls für die Immobilie bei Schaltung der Anzeige ein gültiger Energieausweis vorliegt:

die Art des Energieausweises (Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis),

den im Energieausweis genannten Endenergiebedarfs- oder Endenergieverbrauchswert für das Gebäude,

die im Energieausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes,

das im Energieausweis genannte Baujahr und

die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.

Bei Immobilienanzeigen für Nichtwohngebäude müssen hingegen folgenden Angaben gemacht werden, falls für die Immobi­lie bei Schaltung der Anzeige ein gültiger Energieausweis vorliegt:

die Art des Energieausweises (Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis),

den im Energieausweis genannten Endenergiebedarfs- oder Endenergieverbrauchswert für das Gebäude sowohl für Wärme als auch für Strom getrennt und

die im Energieausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes.

Hierbei ist die Verwendung von Abkürzungen zulässig. Sollte zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung kein gültiger Energieaus­weis vorliegen, müssen die oben genannten Angaben nicht in der Anzeige aufgeführt werden.

2. Welche Anzeigen sind betroffen?

Diese Pflichten gelten nur für Anzeigen in kommerziellen Medien. Dies können Tageszeitungen oder auch Internet-Portale sein. Nicht betroffen sind hingegen private, kostenfreie Kleinanzeigen und kostenfreie Aushänge an „Schwarzen Brettern“.

3. Wer ist verantwortlich?

Verantwortlich für die Einhaltung dieser Pflicht ist immer der Verkäufer, Vermieter, Verpächter oder Leasinggeber. Dies ist selbst dann der Fall, wenn er für die Schaltung der Anzeige einen Dritten, z. B. einen Makler oder Verwalter, beauftragt.

4. Was passiert, wenn man sich nicht an die Vorgaben hält?

Wer als Verkäufer, Vermieter, Verpächter oder Leasinggeber nicht sicherstellt, dass in den entsprechenden Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien die oben genannten Pflichtangaben enthalten sind, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro geahndet werden. Auch wenn ein beauftragter Dritter die Pflichtangaben weglässt, droht dem Auftraggeber das Bußgeld. Allerdings sollte hierfür dann in der Regel der Makler haften, wenn ihm die benötigten Informationen seitens des Auftraggebers zur Verfügung gestellt worden sind.

5. Müssen neue Energieausweise erstellt werden, um die Pflichtangaben machen zu können?

Die Angaben müssen nur gemacht werden, wenn ein gültiger Energieausweis vorliegt. Sollte kein gültiger Energieausweis vor­liegen, dann muss nicht eigens für die Immobilienanzeige ein Ausweis erstellt werden. Allerdings muss spätestens beim Besichti­gungstermin ein gültiger Energieausweis vorliegen.

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